ugg bomber Die Mondknoten Rahu und Ketu

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Die indische Astrologie bezeichnet die beiden Mondknoten Rahu und Ketu als chaya grahas, Schattenplaneten“. Der Name bringt zum Ausdruck, dass die Mondknoten für das Auge unsichtbar sind, wie auch der Aszendent, der im Osten aufsteigende Punkt der Ekliptik, nicht sichtbar ist. Alle anderen Mondknotenpositionen“ der folgenden zwei Wochen sind hypothetischer Natur, bis der Mond erneut die Erdbahn schneidet. Die Mondknoten Bezeichnungen aufsteigend“ und absteigend“ erinnern an die Begriffe Aszendent (das Aufsteigende“) und Deszendent (das Absteigende“). Der im Osten aufgehende Aszendent ist der Beginn des 1. Hauses. Das 1. Haus beschreibt die physische Erscheinung eines Menschen. Dort beginnt das Leben des physischen Körpers im Moment der Geburt. Der gegenüberliegende Deszendent symbolisiert analog den Austritt“ des Lebens aus dem physischen Körper im Moment des Todes. Diesen Weg können wir uns anhand der scheinbaren Bahn der Sonne deutlich machen: Bei Sonnenaufgang geht die Sonne morgens am Aszendent im Osten auf: ein neuer Tag ist geboren. Wenn sie abends gegenüber am Deszendenten steht, geht sie am Horizont im Westen unter. In der Astrologischen Psychologie symbolisiert der Mond das reflektierende Prinzip, denn er ist ein Himmelskörper, der selbst kein Licht ausstrahlt wie die Sonne, aber in hohem Maße in der Lage ist, das Sonnenlicht auf die Erde zu reflektieren. Dabei ist er ganz und gar abhängig von seiner Position zur Sonne. Diese Eigenschaft hat eine Analogie zur Gefühlswelt des Menschen, die wie die unterschiedlichen Phasen des Mondes eine Welt der Gegensätze ist: Freude und Schmerz, Sympathie und Antipathie wechseln sich hier oft in schneller Folge ab und sind in der Regel abhängig von Außenreizen, die unser Gefühlskörper in Stimmungen und Gefühlen reflektiert. das reflektierende“ Bewusstsein des Selbst) beginnt. Am gegenüberliegenden absteigenden Mondknoten, Ketu, stirbt“ dieses individuelle Bewusstsein des Mondes, so wie bei Sonnenuntergang die Sonne am Westhorizont stirbt“. Das Sterben des indviduellen Bewusstseins bedeutet nicht die Vernichtung des Bewusstseins an sich, sondern es entspricht im Grunde dem Einswerden des individuellen Seins mit dem einen Großen Bewusstsein“, dem All Bewusstsein, dem göttlichen Sein oder wie auch immer wir diese Dimension jenseits des individuellen Bewusstseins nennen möchten. Das individuelle Bewusstsein ist aus hinduistischer Sicht ohnehin hypothetischer Natur. Es wird als Illusion angesehen. So, wie der Mond ohne die ihn beleuchtende Sonne kein wahrnehmbares Eigenleben hat. Sein Wesen besteht darin, das Licht der alles erleuchtenden Sonne zu reflektieren. Rahu zieht den Menschen als individuelles Sein aus dem großen Bewusstsein des All Eins Sein heraus, um die individuelle Reise der Bewusstseinsentwicklung zu beginnen. Die Stellung des aufsteigenden Mondknotens im Horoskop gibt Auskunft über die zu entwickelnden Themen des Bewusstseins. Sobald das Bewusstsein des Menschen eine ausreichende Entwicklung erfahren hat, verbindet Ketu es wieder mit dem allumfassenden Bewusstsein, indem er eine umfassendere Sicht entsprechend seiner Stellung im Horoskop ermöglicht. Wir sind in einem beständigen Prozess des Entwickelns (aufsteigender Mondknoten) und der Freigabe des ausreichend Entwickelten (absteigender Mondknoten). Diese beiden Pole der Entwicklungsachse sind gleichermaßen wichtig, um zu vermeiden, dass wir am aufsteigenden Mondknoten uns durch zuviel“ Entwicklung übermäßig aufblähen und explodieren“, bzw. am absteigenden Mondknoten durch zuwenig“ Freigabe des Erreichten irgendwann implodieren“ könnten. Es ist wichtig, die Mondknotenachse als Achse der Gleichgewichte zu erkennen. Die westliche Astrologie betont heutzutage den aufsteigenden Mondknoten und damit die Entwicklung in neue Möglichkeiten des Bewusstseins in der Zukunft. Der absteigende Mondknoten wird in der Regel als nicht erstrebenswerter Weg rückwärts“ geradezu abgewertet. Oft wird er gar nicht mehr in die Horoskope eingezeichnet, wie zum Beispiel in der Huber Schule. Die indische Astrologie betont dagegen eher den absteigenden Mondknoten Ketu, vielleicht, weil er dem asiatischen Selbstverständnis näher liegt. Ketu ist in der vedischen Astrologie ein Signifikator (Karaka) für Moksha“, für Erlösung und Befreiung. Für einen Hindu ist dies das höchste erstrebenswerteste Ziel im Leben: endgültig frei zu werden (vom Rad der Wiedergeburten). Der westliche wie der östliche Weg für sich allein genommen sind jeweils zu einseitig. Es geht um die Balance: Neues entwickeln UND gleichzeitig bereits Erreichtes und Erworbenes wieder freigeben. Beide Mondknoten, Rahu und Ketu, beschreiten den Pfad des individuellen Selbst bzw. Bewusstseins. Das individuelle Selbst entwickelt sich beständig in Richtung des einen Großen Bewusst Seins. Aus diesem Grund geben die beiden Mondknoten Hinweise über den zu beschreitenden evolutionären Pfad des Bewusstseins“ (oder der Seele“). Der aufsteigende und der absteigende Mondknoten markieren beide unterschiedliche Wege in der Verfolgung ihres gemeinsamen Ziels der Entwicklung hin zum Größeren Ganzen. Der südliche Mondknoten Ketu ist eine introviertierte Kraft, die Vollendung und Befreiung ermöglicht. Jene Dinge, die Ketu im Horoskop beeinflusst (Haus, Zeichen, Planeten in der Nähe), gehen der Vollendung entgegen und können in diesem Leben ge bzw. erlöst werden. Der nördliche Mondknoten auf der anderen Seite treibt das Bewusstsein vorwärts in das Neue, um einen Ausgleich zu schaffen, wo noch kein Gleichgewicht herrscht. Denn solange Ungleichgewichte existieren, kann es keine Vollendung oder Befreiung auf dem evolutionären Pfad geben. Er ist tatsächlich nur aus einer engen Perspektive entwickelt, nicht in einer augeglichenen Art und Weise. Ohne ausbalancierte Entwicklung kann es keine Erfüllung und kein spirituelles Bewusstsein geben. Der Ausgleich, den Rahu von uns zu lernen fordert, ist von großer Bedeutung. Denn nur, wenn wir uns mit den Bereichen, die uns Rahu diktiert beschäftigen, können wir Ketu vervollkommnen, was schlussendlich Befreiung bedeutet.

Obwohl ihre Vorgehensweise sich erheblich unterscheidet, arbeiten die beiden Mondknoten zusammen. Der absteigende Mondknoten Ketu ist übermäßig selbstkontrolliert und manchmal geradezu vorstellungsfixiert in seiner Vorgehensweise, während es dem aufsteigenden Mondknoten Rahu an Unterscheidungsfähigkeit und durch sein chaotisches Vorgehen an Kontrolle mangelt. Rahu kreiert Chaos, das Ketu dazu zwingt, die Kontrolle loszulassen und Flexibilität, Hingabe und Losgelöstheit zu entwickeln. Je überkontrollierter Ketu ist, umso chaotischer wird Rahu sein. Dagegen beschreibt die Rahu Stellung jene Lebensgebiete, auf denen wir unklare oder unrealistische Vorstellungen haben und einen Mangel an Fähigkeiten oder Know How, die uns dabei unterstützen könnten, in bereinstimmung mit diesen Vorstellungen zu leben. Der aufsteigende Mondknoten erzeugt gewissermaßen Chaos und Instabilität (aus der Sicht des absteigenden Mondknotens), die dazu dienen, uns von den fixen Vorstellungen des absteigenden Mondknotens zu befreien, weil deren Befolgung sonst zu einem Leben im Ungleichgewicht führen würde. In der vedischen Astrologie gelten die Mondknoten Rahu und Ketu als Krura Grahas, übersetzbar mit grausame Planeten“. Als grausam gelten die Mondknoten, da sie mit nachteiligen, schmerzhaften oder trennenden Erfahrungen zusammenhängen. Dabei sind folgende Punkte wesentlich:1. Zwang3. Radikale und unkontrollierbare Veränderungen

4. Transformation Die Mondknoten zwingen uns ihre Themen auf, bzw. wir können unsere Mondknotenachse auf Dauer nicht ignorieren. Wir sind über kurz oder lang gezwungen, uns mit den Themen der Mondknotenachse auseinanderzusetzen, damit ein Ausgleich geschaffen werden kann. Rahu zwingt uns in neue Erfahrungen, lässt uns immer wieder neues Terrain betreten, auch wenn wir zu Anfang oft noch zögerlich sind, weil wir noch so wenig Wissen über den Lebensbereich haben, den Rahu im Horoskop beeinflusst. Wir spüren, dass wir tun sollten, was Rahu uns aufträgt. Ketu erzeugt Zwänge, die auf Dauer jene Dinge zerstören, die mit ihm in Zusammenhang stehen. Sie reizt uns zur Suche an. Ketu erzeugt Unzufriedenheit aufgrund des Alten und Bekannten, das uns auf der Stelle treten lässt und das Leben langweilig, manchmal gar sinnlos erscheinen lässt. Rahus Unzufriedenheit mit dem Bestehenden motiviert zur Suche nach neuen Möglichkeiten und lässt auf unbekanntem Gebiet Risiken eingehen. Oft ist Rahu auch mit dem Erreichten unzufrieden, denn es erscheint ihm unmöglich, dass etwas so gut sein könnte, wie der Wunsch oder die Vorstellung es suggeriert. Träume sind aus Rahus Sicht immer besser als die Realität. Die radikalen Veränderungen und Krisen, die die Mondknoten erzeugen, bringen unsere wahre Individualität zum Vorschein. Sie befreien uns von Anhaftungen, die uns an eine nicht mehr zeitgemäße Form oder Bewusstseinsstruktur binden könnten. Rahu erzeugt radikale Veränderungen, die dazu zwingen, Neues und uns nicht Vertrautes zu akzeptieren und dem Unbekannten zu vertrauen. Ketu erzeugt radikale Veränderungen, um uns von Anhaftung zu befreien bzw. von jenen Dingen, die bereits vollendet sind und daher in unserer Bewusstseinsentwicklung keinen Zweck mehr erfüllen. Die von den Mondknoten erzeugten Transformationen lassen uns eine neue Perspektive gegenüber den Themen einnehmen, die wir zuvor als unmöglich, unlösbar oder unlebbar angesehen hatten. Aus dieser neuen Perspektive heraus bieten sich uns neue Möglichkeiten, mit den angesprochenen Themen umzugehen. Diese Transformation ist das Wesentliche der Mondknotenachse. Rahu erzwingt Durchbrüche, die zu mehr Verständnis führen, wo vorher Verwirrung herrschte. Ketu transformiert Dinge, indem er uns dazu zwingt, die Sichtweise des kleinen Egos und dessen Anhaftungen loszulassen, was wiederum eine erweiterte Sicht auf das Leben ermöglicht. Grüße.
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